Das Fahrrad für Bergtouren – oder richtiger das Mountainbike – hat sich in jüngster Zeit einen Platz in unserer Welt erobert und in allen Altersschichten und Berufsgruppen Freunde gefunden. An den Wochenenden sieht man sie mit ihren grellbunten Fahrrädern auf Tour: kleine Gruppen, die sich nur auf Asphalt bewegen, und andere, die unbefestigte Straßen und schmale Pfade bevorzugen. Manch einer schafft sich ein BMX als Statussymbol an oder weil´s gerade Mode ist, manch einen reizt die interessante Mechanik, und wieder andere wollen Bergtouren damit machen.
Die ersten Exemplare des Mountainbike, auch “All Terrain Bike” genannt, wurden nach amerikanischen Entwürfen in Taiwan gebaut und erschienen Anfang der 80er-Jahre auf dem Markt. Dieser neue Fahrradtyp ist gekennzeichnet durch einige auffallende Eigenheiten: groß dimensionierte Reifen mit grobem Stollenprofil, Rahmen und Gabel aus wesentlich dickeren Rohren, Lenker ähnlich geformt wie bei Trial-Motorrädern und eine Kettenschaltung mit mehr Zahnkränzen an Tretlager und Hinterrad.
In Italien wurden die ersten importierten Mountainbikes 1983 auf der Fahrrad- und Motorradausstellung in Mailand vorgestellt. Sie erlebten dort und bei uns in der zweiten Hälfte der 80er-Jahre eine rasante Entwicklung: Vom Rahmen bis zum letzten Bauteil erschienen Jahr für Jahr neue, verbesserte Ausführungen auf dem Markt. Das Phänomen Mountainbike hat in jüngster Zeit immer größere Ausmaße angenommen, zum einen, weil es in die Welt des klassischen Fahrrads frischen Wind gebracht hat, zum anderen, weil man sich damit – fern von Autoabgasen und verstopften Stadtstraßen – am Berg und im Gelände nach eigenem Geschmack bewegen kann.
Um ein robustes Mountainbike zu beherrschen, muss man, wie in allen anderen Sportarten auch, in dem Maße dazulernen, wie die Übungen allmählich anspruchsvoller werden. Ist der erste Schritt getan, kann man sich schon einmal auf Tour begeben. Unbefestigte, einigermaßen ebene Bergstraßen sind das ideale Terrain, um sein Fahrrad kennenzulernen. Von Anbeginn sollten Sie versuchen herauszufinden, welche Übersetzung ihres Mountainbikes am besten passt. Auch wenn Sie eigentlich einen niedrigeren Gang benutzen möchten, sollten Sie einen “längeren” wählen, weil man damit mehr Strecke mit weniger Energieaufwand zurücklegen kann. Danach können Sie zu Bergstraßen mit zwar nicht allzu steilen, doch wechselnden Steigungen und Gefällen übergehen.
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